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Umbau Fabrik am Maybachufer

Umbau einer ehemaligen Luftfilterfabrik am Maybachufer, Berlin-Neukölln
Fertigstellung 2016, LP 1-8

Fotos Werner Huthmacher

 

 

Foto bromsky

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Lageplan

 



Umbaumaßnahmen

 

 

 

 

 

 

 

Grundrisse EG – Dach

 

 

Ansichten Hoffassade und Seitengiebel mit WDVS (grauer Besenstrich)

 

 

Längsschnitt

Querschnitt

 

Das älteste Haus des Dorfes

Sanierung eines Bauernhauses, Päwesin, Brandenburg
in Zusammenarbeit mit Sandra Lorenz Architektur + Licht
Fertigstellung 2016, LP 1-8

Fotos: Kate Jordan

Foto: bromsky

 

 

 

Lageplan

 

EG

DG

 

Längsschnitt

Querschnitt

 Ansichten

 

Baugruppe im Havelland

N O M I N I E R T   F Ü R   D E N   D A M   P R E I S    2 0 1 7
Umbau einer Backsteinscheune zum Wohnen und Arbeiten, Päwesin, Brandenburg
Fertigstellung 2014, 
LP 1-9

BAUWELT 01.2016
Portfolio
Projektbeschreibung

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1/19 Fotos: Werner Huthmacher

Die Baugruppe zieht aufs Land. Mit lokalen Handwerkern haben bromsky Architekten eine Ziegelscheune in Päwesin zum Refugium für Architekten und Künstler umgebaut. Die Gemein- schaft trifft sich im Scheunensalon.

vor dem Umbau

bromsky Umbau Scheune Päwesin

DEU, Päwesin, 11/2015, Umbau Scheune Päwesin, Architekt: bromsky Architekten, Bildtechnik: Digital-KB

Die Ziegelscheune ist Teil eines Dreiseithofs im Ortskern des brandenburgischen Dorfes Päwesin. Im offenen Innenraum der Scheune wurden neue Nutzungen für eine Baugemeinschaft untergebracht.

Umbau Scheune Päwesin, Architekt: bromsky Architekten

Herzstück des Hauses ist die großzügige Tordurchfahrt, die zum Gemeinschaftsraum umgebaut wurde. Von dort aus sind zwei unabhängige Einheiten erschlossen: ein Maleratelier und eine Ferienwohnung mit Büro. Eine Außentreppe führt hinauf ins Dachgeschoss zum 240 Quadratmeter großen Probenraum.

bromsky Umbau Scheune Päwesin

Leitmotiv der Architektur ist die Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen und eine schrittweise Aneignung des Ortes. Bauliche Eigenheiten, Materialien und Farbigkeiten wurden aufgenommen und weiterentwickelt. Spuren der Veränderung blieben sichtbar, spätere Ausbaumöglichkeiten wurden vorgesehen. Die Typologie der Scheune bietet Freiheiten wie ein Industriebau.

bromsky Umbau Scheune Päwesin

Alle Bestandsöffnungen blieben erhalten. Großflächige neue Öffnungen wurden, dem Konstruktionsraster folgend, in das Mauerwerk eingeschnitten: Sie sitzen bündig in der Fassade und rahmen Blicke auf Wasserlauf und Feuchtwiese.

bromsky Umbau Scheune Päwesin

Das Prinzip Verzahnung bestimmt die Konstruktion: Das neue Dach lastet auf dem alten Mauerwerk, die Decke zum Dachgeschoss auf der aufgemauerten Innenschale aus Hochlochziegeln. Mit der Kerndämmung messen die Wände bis zu 50 cm: Man darf der Scheune den Kraftakt ihrer Ertüchtigung zum Wohnen und Arbeiten ruhig ansehen.

bromsky Umbau Scheune Päwesin

bromsky Umbau Scheune Päwesin

bromsky Umbau Scheune Päwesin

 

Grundriss kg-eg bromsky Umbau Scheune

Grundriss zg-dg bromsky Umbau Scheune

 

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Hofansicht

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Gartenansicht

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Längsschnitt

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Querschnitt

 

 

Foyer des Jüdischen Museums Berlin

Neugestaltung des Hauptfoyers des Jüdischen Museum Berlin
Fertigstellung 2009-2020, LP 1-8

BAUWELT, Nr. 45, 2009
Stein Magazin, 07/2013

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Foto (c) Jan Bitter

NEUES FOYER JÜDISCHES MUSEUM BERLIN

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Um die wachsende Besucherzahl von mehr als 700.000 Menschen im Jahr adäquat empfangen zu können, hat das Jüdische Museum Berlin in den letzten Jahren ein Eingangsgebäude für Gruppen angebaut (Reese Architekten, 2005) und den Glashof des Kollegienhauses von 1735 überdacht (Studio Daniel Libeskind, 2007).

Mit der Neuorganisation und Gestaltung des Foyers und des Eingangs im Altbau konnten nun auch die Besucherorientierung und die Sicherheit entscheidend verbessert werden.

Die Einbauten von bromsky Architekten stärken auf subtile Weise die Qualitäten des barocken Altbaus. Die beiden Foyerräume im Erdgeschoss entlang des Glashofes werden als Einheit begriffen und durch eine beidseitige, monolithisch wirkende „Wandverkleidung“ zusammengefasst.

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Die vier Meter hohen Elemente – eine Interpretation der klassischen Wandvertäfelung – nehmen alle bislang verstreuten Funktionen auf:

Große Leuchtflächen sind Träger des neuen, in Zusammenarbeit mit polyform entwickelten Leitsystems, zudem integrieren die plastisch ausgeformten Elemente eine Reihe von Sitzbänken und alle Bedien- elemente wie Flyerkästen, Wechselvitrinen für Plakate, Abfalleimer, Bildschirme und Spendertafeln.

Die Leuchtkästen können je nach Tageszeit und Anlass gedimmt werden und lassen das weiß-in-weiß gehaltene Relief der Wandverkleidung in unterschiedlichen Lichtstimmungen erscheinen.

Eine besondere Anforderung waren die Auflagen des Brandschutzes:
Die beiden Räume des Foyers dienen zugleich als Fluchtweg und mussten daher in A1-Qualität (nicht brennbar) und B1 (schwer entflammbar) ausgestattet werden.
bromsky Architekten haben unter Verwendung eines zum ersten Mal in dieser Art verarbeiteten Glas-Keramik-Werkstoffs (Vidrostone, Fa Böhm) „unbrennbare Möbel“ entwickelt.

Auch der großflächige Einsatz von bedruckter Barrisol-Folie für die Leuchtkästen ist eine eigens für das Jüdische Museum entwickelte Lösung.

Die Umbauarbeiten wurden von Juni bis August 2009 bei laufendem Museumsbetrieb durchgeführt.

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Foto (c) Jan Bitter
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Foto (c) bromsky
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Foto (c) bromsky
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Foto (c) Jan Bitter
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Foto (c) Jan Bitter
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Foto (c) bromsky
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Foto (c) bromsky

BAUHERR: Jüdisches Museum Berlin
TEAM: Franziska Streb, Jan Liebscher
AUSFÜHRUNG: LG Hi Macs: Tischlerei Weisse, Keramikkbau: Fa. Böhm, Leuchttafeln: AEO Riesa
Wettbewerb: 2007, Fertigstellung: 2009

2012 wurde der Informationstresen ausgetauscht. Der neue Counter fügt sich in die Gestaltung ein. Das Foyer ist nun komplett und hat ein einheitliches Erscheinungsbild.

Foto (c) bromsky

2020 Erweiterung und Umgestaltung.  
Umbau des Tresens für größere Barrierefreiheit. Einbau einer Audio-Induktions-Anlage und weiterer Funktionen.

Foto (c) bromsky

Umbau Eingang Jüdisches Museum Berlin

Umbau des Eingangsbereiches des Jüdischen Museums Berlin
Fertigstellung 2009, LP 1-9

BAUWELT 45.2009

Foto (c) Jan Bitter

Foto (c) Jan Bitter

UMBAU EINGANG JÜDISCHES MUSEUM BERLIN

Mit der Neugestaltung des Eingangs im Altbau des Museums sollten die Probleme mit dem übermäßigem Luftzug und der unzureichenden Sicherheitszone  entscheidend verbessert werden.

Der Haupteingang wurde neuorganisiert: Eine zweite Fassade hinter den Flügeltüren des denkmalgeschützten Eingangsportals unterbindet den starken Windsog.

Die Besucherströme werden durch eine raumhohe „Leitwand“ und zwei Drehtüren in ein- und ausgehende Gäste getrennt. Trotz hoher Sicherheitsanforderungen entsteht der Eindruck eines fließenden Übergangs zwischen Eingang und Foyer.

Foto (c) Jens Ziehe

Foto (c) Jens Ziethe

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Haus in Reinickendorf

Sanierung, Modernisierung, Umbau und Anbau
Haus in Berlin Reinickendorf

Fertigstellung 2005 – 2018, LP 1-8


Erneuerung des Eingangs in ökologischer Holzbauweise.


Anbau eines Holzdecks zum Garten

Neugestaltung der Wohnräume und Modernisierung der Bäder

Umgestaltung Wohnräume mit neuen Möbeln
Neues Bad mit selbstgefertigten Fliesen

Haus in Hamburg

Einfamilienhaus in Nettelnburg
Fertigstellung 2012, LP 1-8

Foto: bromsky

Foto: bromsky

Die Bauherren wünschten sich eine Frühstücksterrasse vor der offenen Küche. Dieser Wunsch war Anlass für die skulpturale Ausformung des Baukörpers. An der Ostseite verjüngt sich das Haus zum Garten hin und macht Platz für eine von der Morgensonne beschienene Terrasse, zusätzlich zu der Gartenterrasse im Süden.

Neubau Einfamilienhaus Krüger Hamburg - Nettelnburg

 

FOTOS

Alt-Nettelnburg hat auch heute noch ein relativ homogenes Erscheinungsbild. Die dunkelrot verklinkerten, zweigeschossigen Gebäude mit Mansard- oder Krüppelwalmdächern wurden in den Zwanziger Jahren als genossenschaftliche Siedlung erbaut (Architekt: F. Winterfeld).

Der Bebauungsplan, mittlerweile fast 30 Jahre alt, sieht eine Fortführung dieser Bebauung mit eingeschossigen Satteldachhäusern vor. Weiße Fenster, Verklinkerung und geneigte Dächer sind vorgeschrieben. Das Grundstück ist relativ schmal und verjüngt sich nach hinten hin. Aus den Abstandsregelungen ergibt sich ein enges rechteckiges Baufenster.

Der Neubau nimmt die Farbigkeit und Materialität der Bebauung der Zwanziger Jahre auf. Die großzügigen Öffnungen wickeln sich als Fensterbänder um die Fassaden und setzen sich dadurch von den Lochfassaden der Nachbarhäuser ab. Auch das schwere Vordach und die Fensterstürze aus Sichtbeton betonen die Horizontale und weisen auf die moderne Haltung des Hauses hin.

 

 

SKIZZEN  I : Morgenterrasse und Abendterrasse

diagrammgartenfassadehk      web-skizze-3Die Gartenfassaden überraschen durch den Richtungswechsel, das Haus schiebt sich wie ein Keil in das schmale Grundstück hinein. Im Westen lässt ein Panorama-Eckfenster Abendsonne in den Wohnbereich.

 

 

SKIZZEN II : Zonen Innen

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Im Inneren zoniert die schräge Form den offenen Raum im Erdgeschoss: An die zentrale Küche schließen sich Ess- und Wohnbereich an, ineinander übergehend und doch klar getrennt.

 

 

SKIZZEN III : Volumen innen / Luftraum

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Über dem Essbereich öffnet sich der Raum bis unter das Dach. Dieser großzügige Luftraum fasst Erd- und Obergeschoss zusammen und ist das kommunikative Herz des Hauses. Eine Brücke, die im Obergeschoss quer durch den Luftraum spannt, verbindet die Schlafzimmer mit dem Bad, das als „Haus im Haus“ auch vom Esstisch aus zu sehen ist.

 

 

PLÄNE

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Backhaus / Bake House /باكهاوس

Leitung eines Projektbüros in der HCU Summer School und Teilnahme am kooperativen Gutachterverfahren „Building a Proposition for Future Activities“ vom 11. bis 26.09.2017.

Entwurf eines Begegnungshauses, Hamburg-Poppenbüttel

 

Das Begegnungshaus Poppenbüttel 43 ist durch zwei zentrale Entwurfsmotive geprägt, die im Rahmen des Architekturworkshops der HCU- Summerschool von einem transdisziplinären und transkulturellen Team herausgearbeitet wurden: der Backofen und der Baum.

Der Backofen ist das Herz des Hauses. Er verbindet innen und außen, die alten und die neuen Nachbarn, die Alltagspraktiken unterschiedlicher Bewohner. Als weithin sichtbares architektonisches Element ist er ein Symbol, erfüllt aber zugleich eine wichtige Funktion: Die Bewohner der benachbarten Einfamilienhaussiedlung vermissen schon lange eine Bäckerei und ein Café in Laufnähe. Die neue Bebauung am Poppenbütteler Berg wiederum ist als reine Wohnsiedlung ohne Gewerberäume und Läden geplant. Das „Backhaus“ mit Café öffnet sich mit einer großzügigen, umlaufenden Loggia sowohl zum Spielplatz und zur Einfamilienhaussiedlung nach Süden als auch zur neuen Wohnbebauung nach Westen.

Das Brotbacken bietet alltägliche Möglichkeiten der Begegnung und des gemeinsamen Tuns: norddeutsches Schwarzbrot trifft auf syrisches Fladenbrot.

Der Baum ist eine sieben Meter hohe massive Stütze, die frei in der offenen Halle des Begegnungshauses steht und das Dach trägt. Von dieser Stütze aus spannen unterschiedlich geneigte Dachträger zu den vier Giebelseiten des Hauses. Die Konstruktion betont den zentralen Raum des Begegnungshauses, an den alle anderen Räume andocken.

Die Dachkonstruktion spannt über das gesamte Baufeld von 20 x 20 Metern und ermöglicht dadurch eine Verzahnung von Innen- und Außenräumen.

Mit dem Schornstein und dem geneigten Dach nehmen wir architektonische Elemente der Umgebung auf, die von suburbanen Einfamilienhaussiedlungen geprägt wird. Das Begegnungshaus wird zum öffentlichen Wohnzimmer im für alle zugänglichen Garten.

Das Raumkonzept

Alle Funktionen des Hauses sind um die offene Halle angeordnet, die von der zentralen Wegeverbindung im Norden zum grünen Spielplatz im Süden reicht. Im Westen schließen die Sanitärräume und eine offene Küche mit Kiosk an, im Osten eine Werkstatt, ein Büro und ein Bühnenraum, der durch eine flexible Wand in zwei abgeschlossene Räume für Lernen und Unterrichten geteilt werden kann. Der Bühnenraum ermöglicht eine Erweiterung der Halle für größere Veranstaltungen oder Aufführungen.

An der Ostseite nutzt der Entwurf den Höhensprung des Geländes: Die um einen Meter tiefer liegende Werkstatt öffnet sich mit einem Tor zum Grün und zum Wald. Über den Außenraum können drei Lager- und Reparaturräume erreicht werden. So entsteht an der Ostseite des Hauses, abgewandt von der Wohnsiedlung, ein eigener Werkstattbereich mit Innen- und Außenflächen, der etwa als Fahrradwerkstatt genutzt werden können.

Die vier Giebelseiten

Das Begegnungshaus öffnet sich nach allen vier Seiten mit einer giebelständigen Fassade. Jede Seite hat ihr Thema: Im Norden bietet das Haus großzügige Einblicke in die Halle und in die Werkstatt. Vom Eingang im Nordwesten führt eine breite umlaufende Loggia entlang einer Infowand und einer langen Sitzbank mit Außensteckdosen zum Kiosk und zum Café im Süden. Die Südloggia öffnet die Halle und die Küche zum Spielplatz und zu den Trampelpfaden, die sich zum Kramer-Kray-Weg bilden können. An der Südostecke ist der Backofen angeordnet, der von innen und außen bedient werden kann und dadurch auch für Picknicks genutzt werden kann. Die tieferliegende Ostseite ist die Werkstattseite, deren informelle Außenräume durch Böschungen und Sitzstufen mit dem Park verzahnt sind. Dort gibt es auch von außen zugängliche Lagermöglichkeiten für Grills, Spiel- und Gartengeräte.

Flächen und Zugänglichkeit

Insgesamt hat das Begegnungshaus eine Grundfläche von rund 278 Quadratmetern, hinzu kommen 121 Quadratmeter überdachte, für verschiedene kommunikative Funktionen nutzbare Außenfläche in Form der Loggia. Durch die unterschiedlichen Raumhöhen unter dem Baumdach entsteht zudem eine dritte, informelle Nutzungsebene, die mit Leitern erreicht werden kann: ein „Dachboden“ für zurückgezogenes Arbeiten, Lernen und Spielen. Die Flächen über dem Büro und dem Sanitärblock können bereits jetzt genutzt werden, weitere Flächen können eventuell später ausgebaut werden.

Der Eingang im Nordwesten dient der Orientierung: Dort gibt es Informationen zum Programm des Hauses und eine Vitrine mit in der Werkstatt hergestellten Produkten. Zudem kann das Haus im Süden über die Loggia und im Osten über die Werkstatt betreten werden. Bei Bedarf kann sich die offene Halle im Norden und Süden durch große Fenstertüren öffnen und so auch für Märkte und andere Veranstaltungen mit Außenbezug genutzt werden.

Konzept Selbstbau

Für den Bau des Begegnungshauses schlagen wir die Errichtung einer Feldfabrik in Form eines Zeltes auf dem östlichen Teil des Geländes vor. Die Container, Selbstbauelemente und Werkzeuge der beiden HCU- Summerschools können für die Bauphase auch dorthin umziehen und danach weitergenutzt bzw. verarbeitet werden. Einzelne Container könnten nach Fertigstellung des Begegnungshauses zu „Gartenhaus-Follies“ als Teil der Landschaftsgestaltung umgestaltet werden.

Im Bauprozess greifen professionelle Gewerke und Selbstbau ineinander, die Selbstbauanteile (Eigenleistung) sind je nach Bauphase unterschiedlich. Bei den Leistungen professioneller Firmen (Fremdleistung) sollen nach Absprache fachkundige Bewohner, Geflüchtete und Gewerbeschüler mit einbezogen werden.

Das Projektbüro „together together!“

Der Architekturworkshop der HCU-Summerschool zum Auftakt des Gutachterverfahrens brachte vielfältige Ansätze, Konzepte und Erfahrungen zusammen. Die internationale und interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmer stellte sich im Verlauf der Woche als eine bereichernde, den Planungsprozess auf vielfältige Art prägende Erfahrung dar. Herkömmliche Planungsmethoden konnten hinterfragt und zum Teil neu formuliert werden, sei es durch den Austausch von Lebensgewohnheiten und Bauweisen (Wie sieht ein Backofen in Syrien aus? Wie macht man Ziegel selbst?), sei es durch das Austesten von Arbeitsmethoden und Entwurfsansätzen (Prototypen im 1:1 etc.).

Um diesen Prozess fortzuführen, schlagen wir für die weitere Planung und Umsetzung des Begegnungshauses Poppenbüttel ein in Hamburg ansässiges Projektbüro vor. Die fünf am Gutachterverfahren beteiligten Büros könnten dort ihre unterschiedlichen Expertisen einbringen (Selbstbau, Community building, Standortentwicklung, Baukonstruktion, lokale Bauerfahrung etc.), zudem könnten weiterhin Studierende, Nachbarn, Handwerksschüler und die arbeitssuchenden anerkannten Geflüchteten einbezogen werden.

Das Projektbüro unter der Leitung eines Architekten / einer Architektin der beteiligten Büros koordiniert die Schnittstellen zwischen Selbstbau und professionellen Gewerken und alle weiteren Phasen der Planung und Umsetzung (Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Materialbeschaffung für Selbstbau, Ausschreibung und Vergabe notwendiger Gewerke, Bauleitung).

Schauraum und Wissenstransfer

Durch das Projektbüro kann das Begegnungshaus Poppenbüttel in der Öffentlichkeit noch stärker als ein modellhaftes und prototypisches Projekt wahrgenommen werden. Das „Bauen als Integrationsübung“ ist in vielen Gemeinden, die Flüchtlinge aufgenommen haben, ein wichtiges Thema (Beispiel: Transitraum Vorarlberg oder Heimatwerker NRW).

Der Wissenstransfer zu allen Phasen könnte im Projektbüro erarbeitet werden und stattfinden: von der „Phase 0“ (Wie sieht eine sinnvolle Partizipation aus?) bis zur „Phase 10“(Wie und mit wem kann das Haus langfristig betrieben werden?). Auch die Suche nach weiteren Partnern, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren etwa für den langfristigen Betrieb und die Ausstattung des Begegnungshauses könnte im Projektbüro koordiniert werden.

Betreiberkonzept: Gastgeber und Partizipationsbudget

Das Begegnungshaus soll auf lange Sicht von selbstinitiierten Angeboten aus der Nachbarschaft leben, von der Nähwerkstatt über die Geburtstagsfeier bis zum Musikunterricht. Um diesen Prozess anzustoßen und zu moderieren, schlagen wir vor, dass mit den vom Bezirk zur Verfügung gestellten Mitteln zwei Maßnahmen finanziert werden: ein Gastgeber und ein Partizipationsbudget.

Der Gastgeber ist zu definierten Zeiten an der „Rezeption“ neben dem Eingang anwesend. Die Aufgaben des Gastgebers umfassen: Raumbelegung, Beratung und Hilfe bei geplanten Veranstaltungen und Kursen, Einweisung in die Benutzung von Werkstatt und Küche, Ausleihe von Geräten, Bespielung der Infowand auf der Westterrasse etc.

Die alten und neuen Nachbarn können kleine Summen aus einem „Partizipationsbudget“ für der Gemeinschaft zu gute kommende Aktionen und Veranstaltungen beantragen. Über die Verwendung sollte ein aus den Anwohnern gebildeter Rat entscheiden.

Das Café kann entweder in Selbstverwaltung betrieben werden oder tagsüber für eine geringe Pacht an einen langfristigen Betreiber übergeben werden, der idealerweise als Existenzgründer aus der Nachbarschaft kommt.

Die Werkstatt funktioniert nach dem Vorbild des „Fab Lab“ und soll sowohl für alltägliche Reparaturen als auch für die Anfertigung von Möbeln und anderen Gegenständen zur Verfügung stehen.

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Stadthaus

Instandsetzung und Sanierung eines Wohnhauses in Hamburg. Erweiterung durch einen Geschosswohnungsbau in Holzbauweise. In Planung 2020.
Infos folgen.

Café als Bühne

Ein Theater-Pavillon am Hansaplatz, Hamburg.
Konzept 2010.

Download Portfolio

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Im Rahmen der Umgestaltung des Hansaplatzes hat eine Arbeitsgemeinschaft der Architekturbüros GAWS und bromsky Konzepte für die Dreiecksfläche hinter dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg am Hansaplatz entwickelt.

Die Fläche soll mit einem Café bespielt werden. Angeschlossen an das vom Schauspielhaus genutzte Gebäude kann der Pavillon als Kantinencafé sowohl die Mitarbeiter des Schauspielhauses als auch die Anwohner und Besucher des Platzes willkommen heißen. Der kleine Neubau nimmt auch ein separat zugängliches öffentliches WC auf, das im Zuge der Neugestaltung des Hansaplatzes vorgesehen ist. Das Café kann entweder separat oder in Verbindung mit dem Schauspielhaus genutzt werden.

Untersucht wurden zwei unterschiedliche Lösungsansätze.

Konzept A – Schaukasten

In diesem Vorschlag schiebt sich das Café zwischen den alten Kastanienbäumen hindurch zum Hansaplatz.

Zum Hansaplatz hin zeigt das Café eine wandelbare Fassade, deren große Tore je nach Nutzung geöffnet oder geschlossen werden können. Sie setzt ein deutliches Zeichen im Stadtraum und heißt die Besucher bereits von Weitem willkommen: Wie bei einer Guckkastenbühne gewährt sie verschiedene Einblicke in den Innenraum. Dieser zeigt sich überraschend doppelbödig, da sich hinter der Platzfassade sowohl der Gastraum als auch die Terrasse anschließen. Sind die Tore geöffnet, kann der Innenraum auch als Bühne für Veranstaltungen genutzt werden. Im geschlossenen Zustand bietet sich die Schaufassade dem Theater als Kommunikationsfläche an. Als Träger einer Leinwand kann sie z.B. für Filmvorführungen genutzt werden.

In die Torflügel integrierte Klappen erlauben auch eine teilweise Öffnung der Fassade.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Gastraum mit Bar sowie Toiletten und Lager für die Cafénutzung. Seitlich lassen große Fenster einen Raum mit fließenden Übergängen nach draußen entstehen. An einem großen, ausziehbaren Tisch sitzen alle gemeinsam. Nördlich und südlich des Gebäudes entstehen kleine dreieckige Plätze unter den Kastanien mit fest installierten Tischen, die ebenfalls zum Verweilen einladen.

Über eine offene, in den Baukörper integrierte Treppe gelangt man auf die geschützte Dachterrasse. Die Dachterrasse gleicht einem kleinen Innenhof. Durch die große Toröffnung der Platzfassade kann man auf das Geschehen auf dem Hansaplatz hinuntersehen.

Konzept B – Faltwand

Ein zweiter Entwurf stellt eine g e f a l t e t e W a n d zwischen Zollamtsgebäude und Hansaplatz. Zwischen den einzelnen F a l t u n g e n spannen sich unterschiedliche R ä u m e auf, die ihre U m g e b u n g jeweils mit einbeziehen. Die dem Zollamtsgebäude zugewendete Faltung beherbergt Lager und öffentliche Toiletten. Nach Norden entsteht eine überdachte Terrasse, nach Süden ein großzügig verglaster Gastraum. Im Sommer kann die Fassade so geöffnet werden, dass der Innenraum sich bis unter den Baum erweitert und die davorliegende Terrasse mit einfasst. In die Faltwand sind mehrere große halb-runde Öffnungen geschnitten, so dass die einzelnen Räume miteinander verbunden sind. Die Folge der Bögen fokussiert den Blick auf den Platz. Die Bogenöffnungen bieten sich ebenfalls als Bühne an.

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