Im Rahmen des WIA25 Festival – Women in Architecture 2025 diskutiert Franziska Streb im Architektursalon Hamburg nachhaltige Bauprojekte. Gemeinsam mit weiteren Gästen aus Praxis, Bauwirtschaft und Verwaltung analysiert sie die Hürden bei der Verwendung ökologischer Baumaterialien und die Chancen der Bauwende.
Aufstockung und Erweiterung einer DDR-Typenbau-Schule von 1987 in Holzbauweise Entwurfs- und Ausführungsplanung Sauerbruch Hutton, Berlin Fertigstellung 2021, LP 8, Bauleitung Bauabschnitt ll
Das Bestandsgebäude der Berlin Metropolitan School, ein einhüftiger Gebäudetyp der Schulbaureihe (SBR 80, Typ Erfurt), umschließt einen großzügigen Schulhof im Blockinneren zwischen Torstraße und Linienstraße innerhalb des Flächendenkmals Spandauer Vorstadt.
Isometrie Sauerbruch Hutton
Auditorium
Die Dachaufbauten aus Holz mit ihrem geringen Eigengewicht erforderten keine zusätzlichen Fundamente oder Eingriffe am Tragwerk der bestehenden Plattenbauten. Die Kupferverkleidung der Dachaufbauten ist farblich an die Ziegelästhetik des Bestands angeglichen.
Um die wachsende Besucherzahl von mehr als 700.000 Menschen im Jahr adäquat empfangen zu können, hat das Jüdische Museum Berlin in den letzten Jahren ein Eingangsgebäude für Gruppen angebaut (Reese Architekten, 2005) und den Glashof des Kollegienhauses von 1735 überdacht (Studio Daniel Libeskind, 2007).
Mit der Neuorganisation und Gestaltung des Foyers und des Eingangs im Altbau konnten nun auch die Besucherorientierungund die Sicherheit entscheidend verbessertwerden.
Die Einbauten von bromsky Architekten stärken auf subtile Weise die Qualitäten des barocken Altbaus. Die beiden Foyerräume im Erdgeschoss entlang des Glashofes werden als Einheit begriffen und durch eine beidseitige, monolithisch wirkende „Wandverkleidung“ zusammengefasst.
Die vier Meter hohen Elemente – eine Interpretation der klassischen Wandvertäfelung – nehmen alle bislang verstreuten Funktionen auf:
Große Leuchtflächen sind Träger des neuen, in Zusammenarbeit mit polyform entwickeltenLeitsystems, zudem integrieren die plastisch ausgeformten Elemente eine Reihe von Sitzbänken und alle Bedien- elemente wie Flyerkästen, Wechselvitrinen für Plakate, Abfalleimer, Bildschirme und Spendertafeln.
Die Leuchtkästen können je nach Tageszeit und Anlass gedimmt werden und lassen das weiß-in-weiß gehaltene Relief der Wandverkleidung in unterschiedlichen Lichtstimmungen erscheinen.
Eine besondere Anforderung waren die Auflagen des Brandschutzes: Die beiden Räume des Foyers dienen zugleich als Fluchtweg und mussten daher in A1-Qualität (nicht brennbar) und B1 (schwer entflammbar) ausgestattet werden. bromsky Architekten haben unter Verwendung eines zum ersten Mal in dieser Art verarbeiteten Glas-Keramik-Werkstoffs (Vidrostone, Fa Böhm) „unbrennbare Möbel“ entwickelt.
Auch der großflächige Einsatz von bedruckter Barrisol-Folie für die Leuchtkästen ist eine eigens für das Jüdische Museum entwickelte Lösung.
Die Umbauarbeiten wurden von Juni bis August 2009 bei laufendem Museumsbetrieb durchgeführt.
Foto (c) Jan Bitter
Foto (c) bromsky
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Foto (c) Jan Bitter
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Foto (c) bromsky
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BAUHERR: Jüdisches Museum Berlin TEAM: Franziska Streb, Jan Liebscher AUSFÜHRUNG: LG Hi Macs: Tischlerei Weisse, Keramikkbau: Fa. Böhm, Leuchttafeln: AEO Riesa Wettbewerb: 2007, Fertigstellung: 2009
2012 wurde der Informationstresen ausgetauscht. Der neue Counter fügt sich in die Gestaltung ein. Das Foyer ist nun komplett und hat ein einheitliches Erscheinungsbild.
Foto (c) bromsky
2020 Erweiterung und Umgestaltung. Umbau des Tresens für größere Barrierefreiheit. Einbau einer Audio-Induktions-Anlage und weiterer Funktionen.
Die Veranstaltung war mit zahlreichen Besuchern ein voller Erfolg! Wir haben gute Gespräche geführt mit Nachbarn, Interessierten und Kollegen.
Berichterstattung über den Scheunenumbau im RBB-Fernsehen bei „Brandenburg Aktuell“, 25.06.2017.
Sonntag, 25. Juni 2017, 13-18 Uhr Tag der Architektur 2017 der Architektenkammer Brandenburg
Der Dreiseithof im Ortskern von Päwesin, den wir für eine Baugruppe umgebaut haben, steht allen interessierten Besuchern offen. Es gibt Kaffee, Kuchen und Führungen (13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr) durch die umgebaute Scheune und das Bauernhaus in der Fischerstraße 5.
Artikel zum Tag der Architektur in Brandenburg 2017 von Peter Neideck in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, 22.06.2017.