Im Rahmen des 11. Hamburger Architektursommers sprach Franziska Streb gemeinsam mit ihrem Vater Martin Streb (ehemals GAWS Architekten) und Journalist Thomas Edelmann über ihren Großvater Ferdinand Streb – das Architekturgenerationengespräch fand im Gebäude der Iduna-Versicherung an der Außenalster statt, das heute zum Hamburger AMD-Campus gehört. Der transparente Bau von 1951 ist eines der wichtigsten Gebäude von Ferdinand Streb, Kritiker Rolf Lange bezeichnete ihn als „Inkunabel der Wiederaufbauarchitektur”. Im Zentrum des Gesprächs: drei Werdegänge, drei Haltungen zur Architektur – von den Netzwerken der Nachkriegszeit bis zur Frage, wie man mit dem Erbe früherer Generationen umgeht.
Der traditionsreiche Alsterpavillon in Hamburg wird umgebaut und saniert und soll im Sommer 2026 mit einem neuen gastronomischen Konzept wieder eröffnen. Das ikonische Gebäude am Jungfernstieg wurde 1952/53 nach den Plänen von Ferdinand Streb erbaut – jetzt gestaltet Franziska Streb als Enkelin den Umbau.
Alsterpavillon Hamburg, perspektivisches Schaubild vom Jungfernstieg, Ferdinand Streb, ca. 1952, @ Hamburgisches Architekturarchiv
Grundriss Erdgeschoss, Ferdinand Streb, 1953 @ Hamburgisches Architekturarchiv
Die Geschichte des Alsterpavillons geht zurück bis ins Jahr 1799: Als wohl erste Eisdiele Deutschlands gestartet, wurde das Ausflugslokal an einem der prominentesten Orte Hamburgs seit mehr als 200 Jahren immer wieder neu errichtet und modernisiert. Der Neubau von Ferdinand Streb nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs war der sechste Pavillon an dieser Stelle. Das halbrunde Gebäude schwingt sich mit raumhoch verglaster Fassade zur Binnenalster und scheint über dem dunkler abgesetzten Sockelgeschoss – den Fundamenten des Vorgängergebäudes – zu schweben.
Besonders freuen wir uns auf die neue Dachterrasse mit einem spektakulären Blick über die Binnenalster, die Ferdinand Streb geplant hatte. Eine Genehmigung lag vor, jedoch wurde die Terrasse nie vollendet. Nun ist angestrebt, sie 70 Jahre später umzusetzen, so dass der Ort und die Architektur auf besondere Weise erlebt werden können.
Wie alte Unterlagen ergaben, existieren detaillierte Pläne. Wo immer möglich, werden diese behutsam an heutige Vorgaben angepasst, neu interpretiert und fortentwickelt.
Alsterpavillon Hamburg, perspektivisches Schaubild vom Jungfernstieg, Ferdinand Streb, ca. 1952
Der traditionsreiche Alsterpavillon in Hamburg wird umgebaut und saniert und soll im Sommer 2026 mit einem neuen gastronomischen Konzept wieder eröffnen. Das ikonische Gebäude am Jungfernstieg wurde 1952/53 nach den Plänen von Ferdinand Streb erbaut – jetzt begleitet Franziska Streb als Enkelin den Umbau.