Stadtsilhouette

Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 1.900 m2 BGF.
Strukturierung des  Rathausplatzes.

Realisierungswettbewerb „Kirchenstraße 1-3“ in Bremervörde.
Mit GAWS Architekten, Hamburg.

 

Bremervörde ist eine Kernstadt mit rund 11.000 Einwohnern die ca. 50.000 Menschen als Einkaufs- und Dienstleistungszentrum dient. Der jetzige Rathausmarkt  ist von einer heterogenen Umgebung aus kleinteiligen, niedrigen Giebelhäusern, aber auch großen, teilweise leer stehenden Gebäudestrukturen umgeben.

Durch die Schaffung eines neuen Platzrandes, soll der Rathausmarkt gestärkt werden. Ein attraktiver, belebter Platz soll entstehen.

 

Ein heller, ruhiger und großzügiger Baukörper gibt dem Marktplatz den gewünschten Rahmen.  Die Faltung des Daches bezieht sich dabei auf die unterschiedlich ausgeprägten Dächer der umgebenden Häuser.

Die abgesetzte Erdgeschosszone nimmt das Thema der Faltung des Daches auf und betont die Einheit. Die leicht skulpturale Klinkerfassade des Wohnungsbaus aus hellen, geschlemmten Ziegeln soll das dominante Rot des Platzes und des Rathauses ergänzen, ohne es noch weiter zu forcieren.

 

 

Lageplan

Die beiden Baumreihen geben dem Platz eine grüne Fassung. Die drei mächtigen Bäume vor der Bibliothek im Rathaus bilden darin eine freie Gruppe unter der sich Leseplätze anbieten.

Der heckenartige Bewuchs um die Stämme der Bäume sollte entfernt werden, um das Bild eines klaren Platzes mit Baumbestand zu stärken.

 

 

 

Ansicht Kirchenstraße

Höhe, Maßstäblichkeit und Dachform korrespondieren mit den umliegenden Gebäuden. Die eingeschnittenen Fensteröffnungen mit verglasten Loggien und unterschiedlichen Formaten bei gleichbleibender Flügelteilung erzeugen eine maßvolle Lebendigkeit.

 

 

 

Erdgeschoss Grundrisse

Entlang der Kirchenstraße kann im Erdgeschoss vielfältiges Gewerbe entwickelt werden (Angebote des Einzelhandels, der Gastronomie oder Dienstleister). Am Marktplatz wäre Gastronomie mit Außenplätzen zu wünschen.  Alle Wohnungen und die Gewerbeeinheiten sind barrierefrei zugänglich.

 

 

Obergeschoss Grundrisse

 

Im Obergeschoss sind die größeren Wohnungen angeordnet. Sie werden über große Dielen betreten. Als besondere Qualität werden durchgehende, zweiseitig belichtete und besonnte Wohnräume mit großzügigen Loggien angeboten. Alle Bäder sind zudem natürlich belichtet.
In allen Wohnungen wird die einfache Barrierefreiheit erreicht.

 

 

 Dachgeschoss Grundrisse

Die kleineren Dachgeschosswohnungen erhalten durch ihre Erhöhung bis unter das Dach einen Loftcharakter. Alle verfügen über windgeschützte, geräumige und nicht einsehbare private Dachterrassen.
Als Besonderheit im Dachgeschoss finden dort alle Mieter des Hauses große und geschützte Gemeinschaftsterrassen vor. Dieses halböffentliche Angebot kann individuell oder gemeinsam genutzt werden.

Nachhaltigkeit: Selbstverständlich sind die Beheizung über Brennwerttechnik oder Fernwärme, die Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die relativ großen Flächen der Dächer eignen sich für die Montage von Solarthermie. Regenwasserverwendung in einem Grauwasserkreislauf erhöht die Nachhaltigkeit, müsste aber im Hinblick auf die Kosten untersucht werden. Ob Erdwärme genutzt werden kann, bedarf einer gesonderten Prüfung. Alle Maßnahmen müssen aufeinander abgestimmt ein sinnvolles Energiekonzept ergeben.

 

 

 

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